Aktuelles zum Thema Gesundheit

Medikationsmanagement: Das Wohl des Patienten steht im Mittelpunkt!

Wir wissen, dass leider sehr viele Tausend Menschen in Deutschland jährlich an den Folgen von Arzneimittelneben- und Arzneimittelwechselwirkungen sterben. Auch ein hoher Prozentsatz der Krankenhauseinweisungen älterer Menschen beruht auf unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Dies alles könnte man in vielen Fällen vermeiden, wenn bei Menschen, die mehrere Medikamente einnehmen, in regelmäßigen Abständen ein ausführliches Medikationsmanagement durchgeführt würde.

Was ist ein Medikationsmanagement?

Beim Medikationsmanagement steht der Patient und sein Befinden im Mittelpunkt. Der Apotheker überprüft detailliert die komplette Medikation. Er bespricht gemeinsam mit dem Patienten die Einnahmezeit und Einnahmetechnik. Er überlegt, ob die Dosierung und Wirkung optimal ist. Ebenso überprüft er nach einem Gespräch mit dem Patienten, ob eventuell individuelle unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen beim Patienten auftreten. Gibt es aus Sicht des Apotheker pharmazeutische Optimierungsmöglichkeiten, bespricht der Apotheker diese mit dem Patienten und dem behandelnden Arzt.

Warum ist ein Medikationsmanagement so wichtig?

Jedes Medikament kann gewisse unerwünschte Nebenwirkungen haben als auch mit anderen Medikamenten oder mit der Nahrung unerwünschte Wechselwirkungen hervorrufen. Nicht jeder Patient reagiert gleich auf ein Medikament. Auf Grund von genetischen Unterschieden, Patientenalter, unterschiedlicher Leber- und Nierenleistung, unterschiedlichem Fett-, Muskel- und Wasseranteil des Körpergewichts und diversen Vorerkrankungen kann es zu ganz unterschiedlichen Reaktionen auf ein und dasselbe Medikament kommen.

Je mehr Medikamente man einnimmt, desto größer wird generell die Wahrscheinlichkeit, dass man eine oder mehrere unerwünschte Nebenwirkungen bekommt oder unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. Oftmals ist es sehr schwer bei neuen Beschwerden (z.B. Juckreiz, Übelkeit, Zittern) zu erkennen, ob es sich um eine neue Erkrankung oder um eine entstandene Neben- oder Wechselwirkung der bestehenden Medikamente handelt.

Bei einem Medikationsmanagement werden die einzelnen verordneten und selbst gekauften Medikamente eines Patienten ganz genau dahingehend untersucht, ob Sie sich untereinander vertragen und eventuell eine der (behandelt oder nicht behandelten) Beschwerden des Patienten von einer unerwünschten Wirkung der anderen Medikamente kommen könnte.

Durch eine Anpassung der Einnahmezeitpunkte der einzelnen Medikamente kann die Wirkung der Therapie verbessert und der Umfang der Nebenwirkungen vermindert werden.

Für ältere Patienten und für alle Patienten, welche generell fünf oder mehr Arzneimittel einnehmen. Darüber hinaus für alle, welche vermuten, dass Sie eine Neben- oder Wechselwirkung durch ihre Medikation bekommen haben oder Medikamente einnehmen und Beschwerden haben, welche nicht eindeutig diagnostiziert werden können.

Wie wird ein Medikationsmanagement erstellt?

Der Patient listet uns alle Medikamente auf, die er einnimmt. In einem ersten Gespräch schildert der Patient uns seine Beschwerden und Krankheiten und bespricht mit dem Apotheker die Art der Medikamenteneinnahme und die Zeiten der Einnahme.

Danach erfolgt eine intensive und zeitaufwendige Überprüfung, ob sich die Medikamente untereinander alle gut vertragen und ob irgendeine der vom Patienten geschilderten Beschwerden auf eine unerwünschte Neben- oder Wechselwirkung der bestehenden Medikation zurückzuführen ist. Der Apotheker prüft auch noch, ob durch eine zeitlich optimierte Einnahme und eine Einnahme mit anderen Lebensmitteln die Wirkung der Therapie noch verbessert und die eventuellen Nebenwirkungen verringert werden können.

In einem zweiten Gespräch werden dann die Ergebnisse mit dem Patienten besprochen und bei Bedarf der Arzt kontaktiert. Der Arzt kann die pharmazeutischen Vorschläge in seine medizinische Sicht der optimalen Therapie einfließen lassen.

Was kostet ein Medikationsmanagement?

Die Kosten des Medikationsmanagements sind abhängig von der Anzahl der eingenommenen Medikamente, der Erkrankungen und der Art des bestehenden Medikationsmanagements. Generell wird ein Medikationsmanagement bei steigender Anzahl der eingenommenen Medikamente zeitintensiver und komplizierter. Bitte erfragen Sie den Preis für Ihr persönliches Medikationsmanagement jederzeit gerne in unserer Apotheke.

Unseren Stammkunden bieten wir ein einfaches Medikationsmanagement zur Zeit kostenlos an.