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Individuelle Arzneimittel & Kosmetik in Stadthagen und Umgebung

Nicht für jeden Patienten existiert der vom Arzt geforderte Arzneistoff als fertiges Arzneimittel. Vor allem Kinder, chronisch Erkrankte oder Spezialpatienten benötigen teilweise individuelle Dosierungen ihrer Medikamente in den geeigneten Darreichungsformen. Wir, das Team rund um Pharmazeut N. Schäfer, haben uns in unseren Geschäftsräumen daher der Herstellung speziell verordneter Arzneimittel verschrieben. Unser Sortiment umfasst etwa 500 spezielle Rohstoffe und verschiedene Arzneimittel zur Herstellung individueller Rezepturen.

Auch personalisierte Kosmetik erhalten Sie bei uns: So wissen Sie immer genau, welche Bestandteile in Ihren Pflegeprodukten enthalten sind. In unseren Räumlichkeiten entstehen wertvolle Präparate für Ihre Pflege, Schönheit und Gesundheit nach bewährten Rezepturen. Wir verbinden die traditionelle Rezepturherstellung mit modernen Herstellungsmethoden, wobei stets standardisierte Vorschriften zugrunde gelegt werden. Selbstverständlich erfolgt die Herstellung immer nach den aktuell geltenden Standards.

SPEZIELLE REZEPTURENOFF-LABEL

Off-Label-Use 

Unter Off-Label-Use versteht man die Verordnung eines Arzneimittels außerhalb der von nationalen oder europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Anwendungsgebiete, wie etwa andere Krankheiten, Patientengruppen, Applikationswege oder Behandlungsdauern. Im Deutschen spricht man auch von zulassungsüberschreitender Anwendung
Ärztinnen und Ärzte dürfen Medikamente grundsätzlich off-label einsetzen, müssen jedoch den Patienten umfassend aufklären. Die Haftung für mögliche Nebenwirkungen liegt vollständig beim verordnenden Arzt, da die Herstellerhaftung bei Off-Label-Use entfällt.
Für die Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gelten strenge Kriterien:
  1. Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung
  2. Keine alternative Therapie verfügbar
  3. Begründete Aussicht auf Behandlungserfolg basierend auf wissenschaftlichen Daten 

In Deutschland bewertet eine Expertengruppe beim BfArM den wissenschaftlichen Stand einzelner Wirkstoffe und gibt Empfehlungen an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der dann entscheidet, ob ein Off-Label-Use als GKV-Leistung anerkannt wird. 

Off-Label-Use ist besonders in der Pädiatrie und Onkologie verbreitet, da viele Medikamente nicht für Kinder oder seltene Erkrankungen zugelassen sind. Schätzungen zufolge erfolgen etwa 80 % der in Deutschland zugelassenen Medikamente nicht für Kinder, und 13 % aller ambulanten sowie 90 % aller stationären Verschreibungen sind Off-Label-Einsätze.
Einige Medikamente sind in Deutschland oder Europa nicht als Fertigarzneimittel im Handel, können aber als Off-Label-Arzneimittel in der Apotheke hergestellt werden.

LOW-DOSE-LithiuM (LDL)

Lithium-Orotat hat in den letzten Jahren zunehmend an Interesse gewonnen, insbesondere im Zusammenhang mit Post-Covid-Symptomen und Fatigue. Viele Menschen, die an diesen langanhaltenden Symptomen leiden, suchen nach neuen und effektiven Behandlungsmöglichkeiten. Lithium-Orotat ist eine Verbindung aus Lithium und Orotsäure, die in verschiedenen Ländern, insbesondere in den USA, für ihre möglichen positiven Effekte auf die Psyche bekannt ist. In Deutschland hingegen sind nur Lithiumcarbonat und Lithiumcitrat offiziell als Arzneistoffe anerkannt und monografiert. Lithium-Orotat in Arzneibuchqualität ist hierzulande nicht verfügbar und fällt somit in den Bereich des Off-Label-Uses.

Lithium hat eine geringe therapeutische Breite, was bedeutet, dass der Unterschied zwischen einer wirksamen und einer toxischen Dosis sehr klein ist. Während in der klassischen Lithiumtherapie bei psychischen Erkrankungen höhere Dosen verwendet werden, liegt der Fokus beim mikrodosierten Lithium auf sehr niedrigen Dosierungen, beispielsweise 5 mg (Lithium) pro Einheit. Diese geringen Mengen sollen eine stimmungsaufhellende Wirkung haben, ohne die Risiken einer Überdosierung.

Low-Dose-Lithium findet Anwendung bei

  • Long-COVID-Müdigkeit
  • kognitiver Dysfunktion

Wir stellen LDL-Kapseln oder LDL-Lösung gemäß ärztlicher Verordnung als Rezeptur individuell für Sie her.

LOW-DOSE-NALTREXON (LDN)

Naltrexon ist ein langwirksamer Opioidantagonist, der ursprünglich zur Behandlung von Alkohol- und Opioidabhängigkeit entwickelt wurde und dafür auch heute noch hauptsächlich eingesetzt wird. In den letzten Jahren wurde jedoch entdeckt, dass Naltrexon in niedrigen Dosierungen (Low-Dose Naltrexon, LDN) auch positive Effekte bei der Behandlung anderer Erkrankungen haben kann. Dies schließt insbesondere die Schmerztherapie sowie die Behandlung von Autoimmunerkrankungen mit ein, wodurch sich die Anwendungsmöglichkeiten deutlich erweitert haben.

Low-Dose Naltrexon wird in Dosierungen von 0,5 mg bis 4,5 mg pro Tag verwendet.  Diese niedrigen Dosierungen unterscheiden sich in ihrem Einsatzgebieten und Effekten erheblich von den höheren Dosen, die in der Suchttherapie (Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 mg, gefolgt von 50 mg täglich als Erhaltungsdosis.) eingesetzt werden. In niedrigen Dosen, also als LDN hat es eine verkürzte Wirkung auf die Opioidrezeptoren im Körper, was unter anderem zu einer verbesserten Endorphinausschüttung führen kann. Dies ist besonders nützlich in der Schmerztherapie und könnte auch das Immunsystem positiv beeinflussen. 

Low-Dose-Naltrexon findet Anwendung bei

  • Fibromyalgie
  • Multipler Sklerose
  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
  • Rheuma / Arthritis
  • chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS) und myalgische Enzephalomyelitis (ME)
  • Long-/Post-COVID

Wir stellen LDN-Kapseln oder LDN-Lösung gemäß ärztlicher Verordnung als Rezeptur individuell für Sie her.

Losartan-AT 0,08% 

Losartan-Kalium ist klassifiziert als Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und wird systemisch als Blutdrucksenker eingesetzt. In der topischen Anwendung im Auge können Losartan-Kalium-Augentropfen 0,08% (0,8mg/ml) zur Behandlung von Hornhautnarben, Fibrose sowie anderen Augenerkrankungen und -erkrankungen eingesetzt werden. 

Sehbeeinträchtigungen können aus verschiedenen Gründen auftreten, darunter Glaukom, altersbedingte Makuladegeneration, postoperative Narben oder Diabetes. Unabhängig von der Ursache mindert Sehverlust oder -beeinträchtigung die Lebensqualität eines Patienten. Traditionelle Behandlungsoptionen wie Laserchirurgie oder Hornhauttransplantation bergen Risiken, aber neue Forschungen zeigen, dass topisches ophthalmisches Losartan zur Behandlung vieler dieser Erkrankungen eingesetzt werden kann.

  • Hornhautnarbenfibrose
  • Hornhautnarben durch bakterielle Infektionen oder OPs
  • diabetische Retinopathie
  • Glaukom
  • diabetischer Grauer Star

Wir stellen Ihnen Losartan-Kalium-Augentropfen 0,8mg/ml bei ärztlicher Verordnung als Rezeptur her.

DMC-Lösung Bei ALS

Amyotrophe Lateral-Sklerose (ALS) , auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit, ist eine seltene, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die die motorischen Neuronen betrifft – die Nervenzellen, die Bewegungen der Muskeln steuern. Wenn diese Zellen absterben, können Muskeln nicht mehr richtig arbeiten, was zu Schwäche, Muskelkrämpfen, Zuckungen (Faszikulationen) und Muskelschwund (Atrophie) führt. Die Krankheit betrifft sowohl obere als auch untere motorische Neuronen, wodurch die Kontrolle über Bewegungen, Sprechen, Schlucken und Atmung verloren geht.

Die Symptome variieren je nach betroffenem Bereich und Krankheitsverlauf:
  • Frühe Anzeichen: Muskelschwäche in Armen oder Beinen, Muskelzuckungen, Krämpfe, Schwierigkeiten beim Gehen oder Greifen, Stolpern, Hand- oder Fußschwäche.
  • Fortgeschrittene Symptome: Schluck- und Sprechprobleme, Atembeschwerden, unkontrolliertes Lachen oder Weinen (Pseudobulbärer Affekt), Gewichtsverlust, Fatigue, Muskelschwund.
  • Kognitive Veränderungen: Etwa 15% entwickeln eine Form von Frontotemporaler Demenz (FTD-ALS).

Mit Dextromethorphan/Chinidin (DMC) kann ein Behandlungsversuch bei Schwierigkeiten beim Sprechen (Dysarthrie) und Schlucken (Dysphagie) sowie bei ungewolltem Lachen oder Weinen („motorische Enthemmung“) unternommen werden. DMC ist in den USA zur symptomatischen Behandlung der ALS zugelassen und ist dort unter dem Namen „Nuedexta“ verfügbar. In Deutschland kann DMC auf Basis einer ärztlichen Verordnung und Rezeptur hergestellt und geliefert werden. Es konnte in klinischen Studien eine Verbesserung bulbärer Symptome gezeigt werden. Der zu erwartende Effekt ist moderat, kann aber eine Erleichterung der belastenden Symptomatik darstellen.

    Wir stellen Ihnen entsprechende Lösungen bei ärztlicher Verordnung als Rezeptur her.

    LösungEN Bei Haarausfall 

    Haarausfall ist ein häufiges medizinisches Problem, das verschiedene Ursachen hat und unterschiedliche Formen annehmen kann, darunter androgenetische Alopezie und diffuse Haarausfälle.
    • Genetische Faktoren: Die häufigste Form des Haarausfalls ist die androgenetische Alopezie, die sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Bei Männern äußert sie sich oft in Geheimratsecken und einer zurückgehenden Haarlinie, während Frauen häufig eine Ausdünnung des Haares am Scheitel erleben.
    • Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen, wie sie nach der Geburt oder durch die Einnahme von Antibabypillen auftreten, können ebenfalls zu Haarausfall führen.
    • Ernährungsfaktoren: Eisenmangel und andere Nährstoffdefizite können den Haarwachstumszyklus stören und zu verstärktem Haarausfall führen.
    • Medikamenteneffekte: Bestimmte Medikamente, insbesondere solche zur Behandlung von Krebs, Rheuma und Depressionen, können als Nebenwirkung Haarausfall verursachen.
    • Krankheiten: Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen, Autoimmunerkrankungen (z.B. Alopecia areata) und Infektionen können ebenfalls zu Haarausfall führen.
    Ein normaler Haarausfall liegt bei etwa 100 Haaren pro Tag. Ein gesteigerter Haarausfall zeigt sich durch sichtbar dünner werdendes Haar oder kahle Stellen. 
    Medikamente wie Minoxidil und Alfatradiol (17-Alpha-Estradiol) können das Haarwachstum fördern und den Haarausfall verlangsamen. Das verschreibungspflichtige Finasterid wird häufig bei Männern eingesetzt, kann jedoch unerwünschte Wirkungen haben.
    Eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Stress können ebenfalls helfen, den Haarausfall zu reduzieren. 
    Wir stellen Ihnen verschiedene Lösungen mit Minoxidil und Alfatradiol zur Behandlung nicht-genetisch bedingtem Haarausfall als Rezeptur her.

    PRofessionelle ArzNeimittelherstellungZeitnah Vor Ort

    In unseren Geschäftsräumen stellen wir Kosmetika, Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel her. Sie erhalten aber auch Gewürze, Rohstoffe und Chemikalien in bester Arzneibuchqualität bei uns. Die Substanzen unterliegen hinsichtlich ihrer Reinheit, ihres Gehalts und ihrer Identität permanenten Qualitätskontrollen.

    Dadurch ist grundsätzlich sichergestellt, dass weder Verwechslungen, unzureichende Wirkstoffkonzentrationen noch Verunreinigungen auftreten können. Wir sind dazu in der Lage, Ihnen ganz nach Bedarf verschiedene Arzneiformen zur Verfügung zu stellen – darunter

    • Gele, Cremes und Salben
    • Lotionen, Tinkturen, Emulsionen und Suspensionen 
    • Puder, Pulver und Granulate
    • Säfte, Tropfen und Sprays
    • Kapseln und Zäpfchen.

    Eine hygienische und gewissenhafte Arbeit ist für uns selbstverständlich. Zuvor überprüfen wir gewissenhaft, ob die verordneten Inhaltsstoffe sich miteinander vertragen. Ist etwas für uns nicht plausibel, werden wir das vor der Herstellung immerzu mit dem behandelnden Arzt besprechen.

    Erst nach Freigabe fertigen wir Ihr individuelles Arzneimittel schnell und sorgfältig für Sie an. Dank unserer modernen Ausstattung und ständigen Weiterbildung sind wir dazu in der Lage, individuell verordnete Arzneimittel in konstant hoher Qualität herzustellen. Dasselbe gilt für unsere hochwertigen Kosmetikprodukte.

    Auch das Stellen und Verblistern von Arzneimitteln in Tages- oder Wochendosetten gehört zu unseren Herstellungstätigkeiten - vor allem um die Versorgung von multimorbiden Patienten in Pflegeinrichtungen zu gewährleisten.

    Dies erfolgt im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems und nach sorgfältiger Qualifizierung und Schulung unseres Personals in einem separaten Herstellungsraum.

    Unter patientenindividuellem Stellen versteht man die auf Einzelanforderung vorgenommene und patientenbezogene manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte des Patienten in einem wiederverwendbaren Behältnis. Patientenindividuelles Verblistern unterscheidet sich vom Stellen darin, dass auch die maschinelle Neuverpackung möglich ist und die Verpackung in einem nicht wiederverwendbaren Behältnis erfolgt. Verblisterungsfähig sind grundsätzlich alle festen, oralen Darreichungsformen.

    Ziel des Stellens und Verblistern ist es, Problemen, die mit jeder Polymedikation verbunden sind, entgegenzuwirken und die Arzneimittel-Compliance zu verbessern. Zugleich verspricht man sich eine Kostendämpfung insbesondere durch Vermeidung teurer Krankenhausbehandlungen.

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